vom PRG nicht erfasste Reiseverträge

Auf die vom Pauschalreisegesetz (PRG) ausgeschlossenen Pauschalreiseverträge sind folgende Regeln anwendbar

Rechtsnatur

  • Die vom PRG ausgeschlossene Pauschalreiseverträge gelten als Innominatkontrakte

Anwendbares Recht

  • Primär
    • Der konkrete Reisevertrag (lex contractus)
  • Sekundär
    • Analoge Anwendung des PRG
      • vorvertragliche Informationspflichten (PRG 3 ff.)
      • Nichtigerklärung Vermittlerklausel (PRG 14 f.)
      • Reisepreiserhöhungs-Einschränkung (PRG 7)
      • Einschränkung von Haftungsbegrenzungsklauseln (PRG 16)
      • Recht des Konsumenten, einen Ersatzreisenden zu stellen (PRG 17)
    • Keine Anwendung des PRG
      • Insolvenzabsicherung (PRG 18)
  • Subsidiär
    • Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR)
    • Grundsatz von Treu und Glauben (ZGB 2)
    • Lehre und Rechtsprechung aus der Zeit vor Inkrafttreten des PRG

Weiterführende Literatur

  • STAUDER BERND, SPR X, Konsumentenschutz im Privatrecht, 2. Teil, 4. Kapitel: Reiserecht, S. 315 f.
  • ROBERTO VITO, BSK OR I, N 11 zu PRG 1
  • HANGARTNER SANDRO, Das neue Bundesgesetz über Pauschalreisen, Diss. Zürich 1997, S. 21

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